Bei einer Untersuchung von 104 Personen in der Allgemeinbevölkerung ergab sich eine durchschnittliche Trägerlast von Mutationen in 2,8 dieser rezessiven Gene pro Person (in einem Intervall von 0 bis 7) (Bell CJ et al., 2011, Sci Transl Med 3:65). Insbesondere für Blutsverwandte, die über den allgemein in der Bevölkerung gemeinsamen Genbestand hinaus, durch ihre Abstammung von gemeinsamen Vorfahren, einen zusätzlichen Anteil gemeinsamer Erbanlagen besitzen. Das Risiko für Kinder verwandter Eltern besteht darin, dass seltene, genetisch bedingte rezessive Leiden bei diesen Kindern häufiger auftreten. Bei der Abschätzung des allgemeinen Risikos für Kinder der blutsverwandten Partnern, an einem rezessiv vererbten Leiden zu erkranken, ergibt sich unter der Annahme eines rezessiven Gens bei den gemeinsamen Großeltern, das über beide Seiten segregiert, eine rechnerische Homozygoten-Wahrscheinlichkeit von mindestens ca. 5%. Dieser theoretische Wert stimmt mit den empirisch beobachteten Risikozahlen für Vettern I. Grades aus einer Population mit vielen Verwandtenehen überein. Dies bedeutet, dass sich das von allen gesunden und nicht verwandten Eltern zu tragende sogenannte Basisrisiko von 2-4% für die Geburt eines Kindes mit einer Fehlbildung oder Krankheit um mindestens 4-6% erhöht. Die Kingsmore Panel Analyse kann somit signifikant zur Differenzierung der Risikoabschätzung für eine fundierte Abschätzung der Risiken einer genetischen Erkrankung für Ihre Kinder beitragen und eröffnet die Möglichkeit einer pränatalen Diagnostik.
Wir empfehlen die Durchführung der Untersuchung im Rahmen einer genetischen Beratung (auch per Videosprechstunde möglich, Terminvereinbarung 089 1307 440). Wir weisen darauf hin, dass die Untersuchung keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse darstellt. Bei Fragen zu den Kosten wenden Sie sich bitte gern an unser Sekretariat (